Samstag, 13. Juni 2009Kleine Erinnerung zur momentanen Finanz- und Wirtschaftskrise
"Gewinn ist so notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschaften würden, um Gewinne zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur leben würden, um zu atmen."
- Hermann Josef Abs (1901-1994), u.a. langjähriger Sprecher des Vorstands der Deutschen Bank.
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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Samstag, 6. Juni 2009Etwas wissen...Jemand, der viel weiß, will viel wissen. Er ist nicht nur zum ausgefragt werden da. Samstag, 28. Februar 2009FAIL: Musikalbum gekauft, kaputte CD bekommen... und das, obwohl ich wie immer vor dem Kauf auf den Datenträger gesehen habe, ob der auch wirklich kratzerfrei ist. Was hatte ich denn übersehen? Ganz genau: Den Kopierschutz. Das Teil hat also einen Kopierschutz.. und funktioniert somit nicht im DVD-Kombilaufwerk meines Laptops.Nicht weiter schlimm, würden die Jungs von der Musikindustrie sagen, spiels doch damit ab, wofür's gedacht war: Mit einem Audio-CD-Player. Sorry. Hab' ich nicht. Dafür habe ich aber einen MP3-Player. Der ist unterwegs ein klein wenig handlicher als so ein CD-Player. Irgendwie. Finde ich. Und nun? Zurückgeben kann ich die CD ja nicht. Offene Verpackung und so. Vielleicht betätige ich mich künstlerisch. Genau! Ich lass die zusammen mit den ollen AOL-CDs zu einem hübschen Mobile wieder auferstehen. Oder so. Alternativvorschläge werden gerne aufgenommen.
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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Freitag, 23. Mai 200831,50 USDSoviel verlangt ScienceDirect für das PDF eines wissenschaftlichen Artikels, der unter Umständen interessant für meine momentane Arbeit wäre. Schon krass: Öffentlich geförderte Wissenschaft hinter einer Mauer von Geld versteckt. Falls mich der Artikel in den nächsten Tagen noch immer interessieren sollte, werde ich mal sehen, ob ich nicht über eine der Bibliotheksdatenbanken der Uni oder Hs drankomme.
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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Donnerstag, 15. Mai 2008Der EU-Energiekommissar bloggt!
.. Das aber nimmt nicht wirklich Wunder, wenn man bedenkt, dass Andris Piebalgs (http://de.wikipedia.org/wiki/Andris_Piebalgs) aus Lettland stammt. Das Baltikum gilt ja gemeinhin als Vorreiter im Bereich des "eGovernment" -- was genau auch immer man sich darunter vorzustellen hat.
Hier in diesem Fall den einen oder anderen Einblick in die Gedanken- und Politikwelt eines der wichtigsten Kommissionsmitglieder: http://blogs.ec.europa.eu/piebalgs/
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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18:30
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Montag, 10. März 2008Neues von Herrn K. (II)Eines Sonntagnachmittags marschierte Herr K. durch eine Ausstellung moderner Kunst. Wissen Sie, sagte er zu seiner Begleitung, ich denke, viele dieser Künstler erhalten ihren Ruhm alleine durch das, was der Betrachter wohl in ihre Werke hereinzuinterpretieren vermag. (Ursprünglich entstanden im Sommer letzten Jahres.)
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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Mittwoch, 6. Februar 2008Das wäre doch praktisch.Gibt es denn auch für Geistes- und Sozialwissenschaften so etwas wie das gute alte arXiv.org? (Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Arxiv) Donnerstag, 17. Januar 2008Oh. Gedanken zu Nokia.Wie die rumänische ADZ (http://www.adz.ro/) heute in ihrer Onlineausgabe schreibt, laufen die Vorbereitungen für die Eröffnung der neuen Produktionsstätte des finnischen Telekommunikationsausrüsters Nokia auf Hochtouren: In Cluj-Napoca (Klausenburg) werde am 11. Februar das erste Nokia-Handy "made in Romania" vom Band laufen. Wenn das Werk fertiggestellt sei, sollen dort 3.500 Mitarbeiter angestellt sein - satte 1.200 mehr als in Bochum. Es habe sich in Deutschland, so der Nokia-Manager Veli Sundbäck im Bericht der ADZ, "aufgrund der Marktentwicklung und der steigenden Anforderungen hinsichtlich der Kostenstruktur" die Produktion von Handys "nicht mehr darstellen" lassen. Als angehender Ökonom wundert mich diese Formulierung ein wenig. Jenseits der leeren Worthülsen muss man sich fragen: Hää? Einzig entscheidend für das produzierende Gewerbe sind die sogenannten Stückkosten - also wieviel es kostet, eine Einheit des Produktes zu fertigen.So entpuppen sich Diskussionen um "Lohnkosten", "Sozialabgaben", "Standortkosten" und ähnlichem in vielen Fällen als Nullnummer: Bei technikintensiven Produktionsabläufen spielen die tatsächlichen Kosten für die Belegschaft kaum eine Rolle. Die Kostenstruktur wird dominiert durch die Produktionsmaschinerie. Hier gelten Anschaffung und Betrieb als wesentliche Merkmale, aber auch sogenannte Skaleneffekte.Für Spezialmaschinen, wie sie in der Handyproduktion notwendig sind, gibt es einen globalen Markt. Anschaffung - den einzelnen Maschinenbauer juckt es kaum, ob er nach China, in die USA oder in die EU liefert - der erzielbare Preis bleibt im wesentlichen der selbe. In Rumänien also wird eine Maschine Pi mal Daumen ebenso teuer in der Anschaffung sein wie in Bochum, Castrop-Rauxel oder in Shenzen. Betriebskosten - dazu gehören beispielsweise Wartung, Strom, Miete für die Produktionshallen sowie im weiteren Sinn die Logistik - nun, moderne Industriegebäude werden in Rumänien auch nicht bedeutend weniger als in Deutschland oder Finnland kosten, wenn man sie denn selbst baut oder least. Wartung - ein Spezialtechniker wird in Rumänien, wenn er denn nicht sowieso gleich von der Herstellerfirma gesandt wird, ähnlich viel wie im Westen Europas kosten. Bekäme er nämlich nicht ein für ihn vergleichbar gutes Gehalt, bestünde die Gefahr, dass er als hochausgebildeter Spezialist einfach in den Westen abwandert. Strom - Sorry, Jungs, die Strompreise sind trotz unterschiedlicher Einkommenniveaus in Europa durchaus miteinander vergleichbar. Durchschnittliche Preise für Großkunden variieren pro MWh nur um etwa zehn, 15 Euro - bei einem europäischen mittleren Preis von etwa 40€/MWh.Logistik - kaum ein industriell erschlossenes Gebiet dürfte so gut an das europäische Verkehrssystem angeschlossen sein wie das Ruhrgebiet, im Herzen Europas. In Rumänien, bei aller Anstrengung von Lokalregierung und Kommission, ist das Verkehrsnetz noch mit argen Krankheiten geplagt. Insgesamt kann man also nach erster flüchtiger Betrachtung sagen, dass es kaum die Anschaffungs- und Betriebskosten der Produktions-Maschinerie sein dürften, die einen so massiven Umzug rechtfertigen würden. Sind es die sogenannten Skaleneffekte, d.h. sinkende Stückkosten durch einen erhöhten Produktion-Ausstoß?Dass in Cluj mit 3.500 Arbeitnehmern etwa 1.200 mehr als in Deutschland festangestellt sein sollen, wäre ja ein Hinweis darauf: Mehr Leute, mehr Produktion. Mehr Leute, mehr Produktion? Nicht ganz so leicht - die Frage ist nämlich, wie effizient die Leute arbeiten. In Bochum steht eine gutausgebildete, eingearbeitete Belegschaft zur Verfügung. In Rumänien muss die zukünftige Arbeitnehmerschaft erstmal ausgebildet und motiviert werden. Nicht zu schweigen von dem massiven kulturellen Unterschied, der mittel- und langfristig in der Standortqualität auch eine Rolle spielen wird. Es ist also fraglich, ob mittelfristig seitens der Belegschaft das selbe Qualitätsniveau erreicht werden kann, dass in Bochum für Manager bekannt und einschätzbar ist. Man weiß dort eben, was man hat. In Cluj hat man noch nicht. Und das ist eine Unsicherheit. Und Produktionsmanager lieben es, Unsicherheiten zu vermeiden. Warum also geht Nokia dann doch das Risiko ein? In der deutschen Presse wird davon gesprochen, dass die reinen Lohnkosten durchschnittlich nur 5% der gesamten Produktionskosten ausmachen. Der zu zahlende Lohn in Rumänien kann für Nokia garnicht soviel günstiger als in Deutschland sein. Ausbildung, Fortbildung, Motivation, all das kostet, und es wird zumindest mittelfristig nicht unbedingt weniger kosten als in Mitteleuropa. Also, was ist der Grund für Nokia, das ja momentan wirtschaftlich sehr gut dasteht, diesen massiven Schritt mit so vielen Unsicherheiten und keinen erkennbaren Vorteilen zu unternehmen? Nokia spricht von "Marktanforderungen" und "steigenden Anforderungen hinsichtlich der Kostenstruktur". Was könnten diese Marktanforderungen sein? Womöglich plant Nokia, mehr Low-Cost-Handys in die aufstrebenden Volkswirtschaften zu verkaufen: 30-Euro-Handys für Russland, Iran & Co. Rumänien mit seiner östlichen Lage und einem, dank der EU-Mitgliedschaft, inzwischen recht stabilen Regulationsrahmen, wäre ein guter Standort. Dort ließen sich diese Massenware-Handys, bei deren Herstellung jeder, aber auch jeder, Cent zählt, für die nächsten paar Jahre vergleichsweise günstig herstellen. Gleichzeitig könnten sie von dort auch ohne weiteres in der östlichen EU verkauft werden.Und damit hätten wir auch wieder die Kostenstruktur: Bei Billigsthandys wird der Lohnanteil an den Stückkosten letztlich doch ein wenig höher sein als die durchschnittlichen 5%. Und: Billigsthandys mit wenigen Bausteinen sind keine Rocket Science. Mitarbeiter in der Produktion müssten weit weniger qualifiziert sein. Wenn also die Verlagerung von Bochum nach Klausenburg sich tatsächlich so begründen lässt, haben wir es nicht mit einer reinen Verschiebung von Produktionsstätten zu tun, sondern mit einer stringenten Neuordnung des Nokia-Konzerns: Man löst Bochum mit seiner gemischen Produktionspalette auf, schiebt die Produktion von Billighandys von dort nach Cluj, und die Produktion von hochklassigen Handys nach Finnland. Von dort wiederum wird ebenfalls die Billigproduktion nach Klausenburg verfrachtet, so dass man am Ende zwei konsequent ausgerichtete Produktionsstandorte hat: Hochklassig mit Arbeitsplatzsicherung für die Finnen, (zunächst) billigst mit Arbeitsplatzaufbau für die Rumänen. Damit hätte man an zwei Standorten doch noch sowas wie Skaleneffekte erreicht. Und im Klartext: Den Finnen waren die Finnen näher und die Rumänen billiger als die Deutschen. Alle haben gewonnen, nur die Bochumer verloren. Angesichts der Subventionen, die Nokia für Bochum erhalten hat, angesichts der wirklich bescheidenen, allzu arrogant erscheinenden Kommunikationspolitik dieses durchaus marktbeherrschenden Unternehmens, muss sich die Firma nun aber fragen lassen, wie sie den eben entstehenden Imageschaden für sich begrenzen will. Nordische Konzerne haben sich mit ihren rabiaten, unmittelbar wirtschaftlich begründeten Entscheidungen und Methoden nicht unbedingt Freunde in Mitteleuropa gemacht. Und ich überlege mir derweil, ob ich mir in den nächsten Jahren überhaupt noch ein Nokia-Handy kaufen möchte, und ob ich nicht besser auf ein Produkt eines Unternehmens ausweiche, das nicht ganz so selbstherrlich auftritt. Denn das ist die Macht, die wir Kunden haben: Unser Geld dem zu geben, der uns sympathischer scheint.
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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Samstag, 12. Januar 2008(K)Eine Frage an die MusikindustrieUrsprünglich sollte das hier ein wütender Verriss über die ignorante Inkompetenz der Musikindustrie werden - wie man wohl angesichts der aktuell angepassten Rechtslage seine Musik von DRM-geschützten CDs auf seinen MP3-Player (sprich: Handy) bringen könnte, ohne sich gleich für eine Bazillion Jahre hinter Gitter zu katapultieren. Nun aber ist gar Seltsames in den letzten Wochen passiert: Die Großkonzerne alter Prägung, die die Plattenindustrie bisher dominiert haben, schwenken angesichts eingebrochener CD-Verkäufe, der Dominanz von Apples iTunes-Store und renitent fliehender Mega-Stars wie Madonna dazu über, DRM-befreite Musikdateien anzubieten. Klar. Zu spät und wohl auch noch zu wenig, zu zaghaft, das alles. Aber Sony, EMI & Warner und Co. zeigen, dass sie gehört - und zumindest ein klein wenig verstanden haben.. Weiter so! Ich freue mich auf einen besseren Wettbewerb um die Ohren der Kundschaft; ich hoffe auf mehr Vielfalt, darauf, dass sich die Großen gesundschrumpfen und (wieder?) den Kunden im Blick haben. Denkt an die Möglichkeiten, liebe Konzerne: Direktvertrieb, keine nennenswerten Vervielfältigungskosten! Geld, das frei wird, um es in Künstler und in für den Kunden günstigere Alben zu stecken - und für Euch, ja, für Euch wird davon auch noch was übrig bleiben.. wenn ihr denn bereit seid, Euch zu erneuern, neue Geschäftsmodelle zu suchen und die sich ändernden Gewohnheiten der Kundschaft nicht mehr als Bedrohung, sondern als Chance zu sehen. Ihr, die Konzerne, Ihr werdet sicherlich an Marktmacht verlieren - aber, wenn Ihr es wollt, dafür an nachhaltiger Glaubwürdigkeit gewinnen.. um am Ende dann doch noch zu überleben. Überleben? Ja. Den anders als durch die Angst vor dem Zugrundegehen kann man sich diesen epischen, verbissenen und überaus irrationalen Kampf gegen jeden einzelnen Kunden nicht erklären. Was wurde nicht alles getan: Lobbyisten aufgefahren, Politiker weltweit "überzeugt", Urheberrechte erweitert, Vervielfältigungsrechte beschnitten, Überwachungssysteme eingerichtet, Kunden bespitzelt, CDs unbrauchbar gemacht. Aber: Vielleicht stellt sich letzten Endes heraus, dass die Konzerne doch nicht ganz so inkompetent sind, wie sie sich in den letzten Jahren dargestellt haben.
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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08:37
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Mittwoch, 28. November 2007Werkstudentenjob zu vergebenMeine Abteilung und ich suchen als Entlastung für yours truly und insbesondere dessen Diplomarbeit einen Werkstudenten (m/w), Standort Karlsruhe. Das Aufgabenfeld umfasst Recherche, Datenaufbereitung und Folienschubsen™. Fundierte Office-Kenntnisse und (lesendes) Englisch vorausgesetzt. Sonstige Voraussetzungen: Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen, Arbeitserfahrung/-ethos, Diskretion. Kaufmännischer Hintergrund bzw. entsprechende Studienrichtung sowie weitere Sprachen sind ein Plus, aber kein wesentliches Auswahlkriterium. Rest per Mail und im persönlichen Gespräch. Samstag, 10. November 2007Woran ich merke, dass ich alt werde II.. daran, dass ich mich dabei erwische, wie ich überlege, wie ich wohl all meine Mailwechsel und daneben noch meine Pinnwand aus dem StudiVZ vollständig heruntergeladen bekomme, sollte ich mich da abmelden wollen.
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15:35
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Donnerstag, 1. November 2007Woran ich merke, dass ich alt werde I.. daran, dass ich morgens das Radio einschalte, mich über den elendig seichten Dauer-Pop mit Unterbrechungen durch Dauerlächel-Glückspillenüberdosis-Fön-Moderationen wundere und dann mit Schrecken feststelle, dass ich es mit SWR3 zu tun habe. Immerhin der Nachfolgesender von SWF3 und SDR3.
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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10:54
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Mittwoch, 1. August 2007Unternehmensstandard Internet Explorer
Der Internet Explorer ist als Browser in vielen Unternehmen der Standardbrowser, mit dem die Mitarbeiter ins Netz dürfen.
Wird mal doch von dem ein oder anderen Mitarbeiter der Firefox(-Portable) von einem USB-Stick oder CD gestartet und von der (für Sicherheit ...) zuständigen IT-Abteilung bei Nachfrage zu einem völlig anderen IT-Problem entdeckt, dann kriegt man auch gleich einen Rüffel. Man darf laut IT-Unternehmensvorgabe nur den Internet Explorer verwenden. Das ist also in etwa so, als ob man betrunken zur Polizei fährt, um wegen eines Diebstahls Anzeige zu erstatten. Der einzige Unterschied ist jedoch nur, dass man in diesem betrunkenen Zustand viel besser Auto fahren kann als sonst. Dienstag, 29. Mai 2007Mein Lieblings-Orangensaft und die PreisstabilitätLidl. Ich kaufe dort gerne ein. Zwei Gründe dafür: Das faire Preis-Leistungs-Verhältnis und eine unschlagbare Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr. Von hier aus gesehen jedenfalls. Was mich aber zum Nachdenken gebracht hat - die Erhöhung der Umsatzsteuer hin oder her - war die Beobachtung, dass sich kürzlich von jetzt auf nachher der Preis für meinen geliebten 1,5l-Tetrapack Orangensaft von 99 Cent auf 1,33 Euro erhöhte.Bei genauerem Hinsehen verhält es sich allerdings ganz ähnlich mit anderen Produkten - der Gemüsemais beispielsweise inzwischen bei 45 Ct statt 39 Ct. Und das, obwohl bei Lebensmitteln der ermäßigte Steuersatz von 7% gilt. Ja, es gibt den normalen und den ermäßigten Steuersatz - die Leute vom Steuerfach mögen mir die plumpe Vereinfachung nachsehen. Der normale also wurde zu Anfang des Jahres von 16 auf 19 Prozent angehoben. Der ermäßigte - beispielsweise für Lebensmittel und Drucksachen - blieb derweil unangetastet. Um die Sache zu verkomplizieren, gilt der ermäßigte Steuersatz natürlich nicht für das Essen *in* einer Gastwirtschaft, einem Café oder im McDonald's. Was also wenige wissen: Die Angestellten des letztgenannten Etablissements fragen vor allem aus diesem Grund das klassische "Zum Mitnehmen oder Hieressen?". Nun, folglich ist das Beck's Green Lemon beim Getränkehändler nicht teurer geworden, jedenfalls nicht direkt aufgrund der Umsatzsteuererhöhung. Wir wissen's ja - die Flasche unterliegt dort ja der ermäßigten Umsatzsteuer. Bestellt man sie in seiner bevorzugten Wochenabschlusslounge, dann schlägt der normale Umsatzsteuersatz zu. Und der ist ja anfang des Jahres.. genau: Drei Prozentpunkte mehr Umsatzsteuer. Macht bei meiner Stammlounge einen Sprung von 2 Euro auf 2,30 Euro fürs Beck's. Drei Prozentpunkte machen also 30 Cent aus. Bei zwei Euro. Äh.. Was zum..?! Zweidreißig sind immer noch günstig, keine Frage. Allerdings hat sich mein Gehalt nicht im selben Maße erhöht. Nicht um die 15%, die das Beck's zulegte, und erst recht nicht um die knappen 40%, die der O-Saft teurer wurde. Mein geliebter O-Saft von Lidl! Und genau dieses Auseinanderdriften von Gehalt und Lebenshaltung könnte für uns alle auf Dauer zu einem "kleinen" Kaufkraftproblem führen. Mittwoch, 9. Mai 2007Neues von Herrn K.Herr K. wurde einmal gefragt, ob er noch zu haben sei. Daraufhin errötete er und erwiderte schüchtern, sich seiner BWL-Kenntnisse erinnernd: "Liebes Fräulein, es kommt ganz darauf an, was Sie wohl zu geben beabsichtigen."
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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Sonntag, 5. November 2006mp3.de wird wma.de - oder warum ich die Site nicht mehr benutze
Einem akuten Anfall an Größenwahn müssen wohl die Macher von mp3.de anheimgefallen sein: Wo ich früher Musik von solchen Perlen wie Xandria, Admirabilis und Chronique entdecken und hören konnte, prangt mir nun auf der Startseite das Konterfei von Xavier Naidoo entgegen - und die Suche nach Musik wird praktisch unbenutzbar, weil die Ergebnisse von DRM-kastrierter Musik verseucht werden.
Früher verwendete ich mp3.de dafür, neue Musik zu entdecken: Ich stöberte, hörte Demotracks durch - und wenn sie nett waren, so kaufte ich trotz meines arg begrenzten studentischen Budgets doch die eine oder andere CD. Natürlich direkt beim Künstler.. zum einen hatten die meisten (noch) keinen Plattenvertrag, zum anderen war da der angenehme Nebeneffekt, dass bei der Band mehr vom Geld ankam. Und nun? mp3.de ist momentan ziemlich unbrauchbar: Unübersichtlich, verkommerzialisiert - und voller WMA-Dateien, die unter meinem Linux vor allem eins tun - Plattenplatz verbrauchen und aufs Gelöschtwerden warten. Oh, bitte nicht falsch verstehen: Natürlich ist es nett, direkt auf der Website, wo man die Demotracks zum "Anfixen" gefunden hat, auch noch weitere Songs kaufen zu können. Dann aber bitte ohne DRM, und bitte auch substantiell günstiger als solche Songs rechnerisch auf einer CD wären. 59 Ct pro Track z.B. sind NICHT wirklich viel günstiger als auf einer CD. Was können die Jungs von mp3.de tun, um für mich die Site zu retten?
Sonntag, 12. Februar 2006Drei Engel für Charlie II (aus der Reihe: Angewandte Medienökonomie)
20:05 < NickK> Kommt heute etwas von Belang im TV?20:05 <@PlasticQueen> 3 engel für charly kommt und the score oder so20:06 <@PlasticQueen> weiß aber nich ob das vo belang is20:06 < NickK> oh. Der zweite Teil von den Engeln?20:06 < NickK> The Score kenne ich, ist ein guter Film.. aber schon gesehen20:06 <@PlasticQueen> glaub de erste20:18 < QuAd|Ikos> shake shake shake20:24 < NickK> Oha. Das sieht mir nach dem zweiten Teil aus. Ich habe die Szene nicht wiedererkannt. Das allerdings ließe auch auf ein fortgeschrittenes Alter bei mir schließen20:24 < Wombel> 2. teil charlies angels20:25 < NickK> Das. War. Gerade. The. Worst. Opening. Scene. Evar.20:25 < Wombel> der film IST auch kacke20:25 < QuAd|Ikos> 3 Engel für charlie?20:27 < Wombel> ja[..]20:43 < NickK> War das gerade eine billige Referenz an CSI?20:43 < NickK> Moment.. ist das eine Persiflage, ja?20:44 < NickK> Das ist eine Persiflage. Das muss eine Persiflage sein.20:44 < NickK> Anders kann das ja nicht zu erklären sein20:45 < NickK> Booooring.20:47 < NickK> Ok, Switch zu RTL.
20:48 < NickK> Schwer verliebt. .. und das war die bessere Wahl. Montag, 28. November 2005Diäten unserer "Abgeordneten"9500,- Euro bekommt jetzt ein dem deutschen Bundestag abgeordneter - pro Monat. Dafür müssen sie für ihre Rente nun selbst aufkommen und vorsorgen. Würde ich nur halb soviel Geld bekommen hätte ich keine Probleme mich auch privat zu versichern und für meine Rente selbst vorzusorgen.Also eine super Sache, dass die "Diäten" unserer Abgeordneten dafür erhöht wurden. (Ironie) Ich habe das garnicht gewollt. Ich war nicht dafür. Ich wurde nicht gefragt. Was zum Teufel? Wieviele Abgeordnete haben wir denn? Meiner Meinung nach, zu viele. Sonntag, 27. November 2005Logistikkonzern Deutsche Bahn: Besser ankommen - oder auch nicht.
Die Bahn. Die deutsche Bahn, ehemaliges Staatsunternehmen, jetziger Beinahe-Sanierungsfall, der sich erfolgreich auf dem Weg der Besserung befindet. Jedenfalls möchte man ganz bald ganz schön Gewinn machen. Und vorher sogar vielleicht den Konzernsitz von Berlin nach Hamburg verlegen, weil's da so schön ist. Aber vielleicht, nur vielleicht, sollte man vorher noch ein paar Sachen ändern. Zum Beispiel wäre da die Sache mit dem Laptop, der mir da gerade die Knie wärmt.Hätte ich den nämlich nicht, würde ich auch nicht diesen Beitrag schreiben können, während mir der Rest meines Körpers gerade gefriert. Ich sitze am Bahnhof in der schönen badischen Stadt Durlach. Und ich warte. Weil ich meinen Achtzehnnullneun-Zug nach Pforzheim nicht erwischt habe. Oder besser: Weil ich da nicht mehr reinpasste. Heute war KSC-Spiel hier in Karlsruhe. Nicht, dass mich das sonderlich interessierte, Fußball mag ein schöner Sport sein, aber momentan beschäftigen mich einfach andere Dinge in meinem Leben. Weil heute also dieses KSC-Spiel war, stand der Logistikkonzern "Deutsche Bahn" vor geradezu gigantischen logistischen Herausforderungen: Eine Menge Fans und ein paar reguläre Fahrgäste von A nach B zu transportieren. Ein KSC-Spiel ist ja auch etwas, was ganz und garnicht voraussehbar ist. Wird ja nirgendwo angekündigt oder so. Jedenfalls war die Folge der hervorragenden logistischen Vorbereitung des Bahnkonzerns, dass a) der Zug eine knappe Viertelstunde Verspätung hatte und b) schon ab Karlsruhe Hbf brechend voll war. Die logische Konsequenz? c) ich passte mit meinem Handgepäck - Laptop und Vernimmen - nicht mehr ohne rücksichtslose Gewaltanwendung in den Zug. Und ich bin definitiv ein friedlicher Mensch. Außerdem! Außerdem ging ich davon aus, dass Pforzheim ja nicht die kleinste Stadt ist, und da es halbwegs zwischen Karlsruhe und Stuttgart liegt, auch öfters angefahren werden könnte.Von den Zügen der deutschen Bahn, wenn nicht vom Karlsruher Verkehrsverbund. Erwähnte ich bereits, dass es momentan arschkalt ist? Meine Hände spüren kaum noch die Tasten. Jedenfalls schaute ich auf den Fahrplan, freute mich über den Zug, der um halb sieben nach Pforzheim sollte, und machte mich auf den Weg zum betreffenden Bahnsteig. Dort aber zeigte die elektronische Fahrtenanzeige was ganz Anderes, und richtig, ein genauerer Blick auf den Papierfahrplan zeigte: Tatsächlich hatte da die Bahn gemeinsam mit dem Verkehrsverbund einen Zug um halb sieben -- allerdings nur an Werktagen (außer Samstag). Soso. Super. Also dann die nächste sonntägliche Verbindung, irgendwann nach sieben.Meine Nase begann bereits zu rinnen, und so entschloss ich mich, in das Bahnhofsgebäude gegenüber zu tigern. Schließlich gibt's dort ja ein Restaurant und einen von diesen netten Franchise-Bahn-ServiceStores. Oh, welch' Freude, als ich dann im Gebäude war -- tatsächlich gibt es sowohl Restaurant als auch ServiceStore - nur.. beides zu. Geschlossen. Sonntags. Halb sieben. Geschlossen. Und es ist arschkalt. Und natürlich IM Bahnhofsgebäude, wo es etwas wärmer ist als draußen bei gefühlten arktischen minus 200° Celsius: Kein einziger Stuhl, keine Bank zum Hinsitzen. Warum auch? Es geht ja um Logistik und um "besser ankommen". Und wenn ich jetzt pullern müsste - seit Monaten sind die Toiletten praktischerweise "wegen Vandalismus geschlossen".
So also sitze ich gerade draußen vor dem Bahnhofsgebäude, tippe diesen Text und lasse mir vom Laptop gleichzeitig die Knie wärmen. Denn es ist arschkalt. Und die Deutsche Bahn befindet sich weiterhin auf Erfolgskurs.
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
in Gesellschaft, Karlsruhe, Pforzheim, Ökonomie
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20:44
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Donnerstag, 17. November 2005Beitrittskandidat
Ob die Türkei mit dem gestrigen Abend wirklich den besten Eindruck hinterlassen hat?
Die Schweizer jedenfalls sind arg irritiert - und die europäische Politik bisher kommentarlos. Schade, dass sich die Türken immer wieder selbst ein Bein stellen müssen: Die rein ökonomischen Argumente gegen einen EU-Beitritt dieses Landes gehen den kategorischen Nein-Sagern jedenfalls langsam aus.
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