Montag, 28. November 2005Diäten unserer "Abgeordneten"9500,- Euro bekommt jetzt ein dem deutschen Bundestag abgeordneter - pro Monat. Dafür müssen sie für ihre Rente nun selbst aufkommen und vorsorgen. Würde ich nur halb soviel Geld bekommen hätte ich keine Probleme mich auch privat zu versichern und für meine Rente selbst vorzusorgen.Also eine super Sache, dass die "Diäten" unserer Abgeordneten dafür erhöht wurden. (Ironie) Ich habe das garnicht gewollt. Ich war nicht dafür. Ich wurde nicht gefragt. Was zum Teufel? Wieviele Abgeordnete haben wir denn? Meiner Meinung nach, zu viele. 9500,- Euro bekommt jetzt ein dem deutschen Bundestag abgeordneter - pro Monat. Dafür müssen sie für ihre Rente nun selbst aufkommen und vorsorgen. Würde ich nur halb soviel Geld bekommen hätte ich keine Probleme mich auch privat zu versichern und für meine Rente selbst vorzusorgen. Also eine super Sache, dass die \"Diäten\" unserer Abgeordneten dafür erhöht wurden. (Ironie) Ich habe das garnicht gewollt. Ich war nicht dafür. Ich wurde nicht gefragt. Was zum Teufel? Wieviele Abgeordnete haben wir denn? Meiner Meinung nach, zu viele.
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Sonntag, 27. November 2005Logistikkonzern Deutsche Bahn: Besser ankommen - oder auch nicht.
Die Bahn. Die deutsche Bahn, ehemaliges Staatsunternehmen, jetziger Beinahe-Sanierungsfall, der sich erfolgreich auf dem Weg der Besserung befindet. Jedenfalls möchte man ganz bald ganz schön Gewinn machen. Und vorher sogar vielleicht den Konzernsitz von Berlin nach Hamburg verlegen, weil's da so schön ist. Aber vielleicht, nur vielleicht, sollte man vorher noch ein paar Sachen ändern. Zum Beispiel wäre da die Sache mit dem Laptop, der mir da gerade die Knie wärmt.Hätte ich den nämlich nicht, würde ich auch nicht diesen Beitrag schreiben können, während mir der Rest meines Körpers gerade gefriert. Ich sitze am Bahnhof in der schönen badischen Stadt Durlach. Und ich warte. Weil ich meinen Achtzehnnullneun-Zug nach Pforzheim nicht erwischt habe. Oder besser: Weil ich da nicht mehr reinpasste. Heute war KSC-Spiel hier in Karlsruhe. Nicht, dass mich das sonderlich interessierte, Fußball mag ein schöner Sport sein, aber momentan beschäftigen mich einfach andere Dinge in meinem Leben. Weil heute also dieses KSC-Spiel war, stand der Logistikkonzern "Deutsche Bahn" vor geradezu gigantischen logistischen Herausforderungen: Eine Menge Fans und ein paar reguläre Fahrgäste von A nach B zu transportieren. Ein KSC-Spiel ist ja auch etwas, was ganz und garnicht voraussehbar ist. Wird ja nirgendwo angekündigt oder so. Jedenfalls war die Folge der hervorragenden logistischen Vorbereitung des Bahnkonzerns, dass a) der Zug eine knappe Viertelstunde Verspätung hatte und b) schon ab Karlsruhe Hbf brechend voll war. Die logische Konsequenz? c) ich passte mit meinem Handgepäck - Laptop und Vernimmen - nicht mehr ohne rücksichtslose Gewaltanwendung in den Zug. Und ich bin definitiv ein friedlicher Mensch. Außerdem! Außerdem ging ich davon aus, dass Pforzheim ja nicht die kleinste Stadt ist, und da es halbwegs zwischen Karlsruhe und Stuttgart liegt, auch öfters angefahren werden könnte.Von den Zügen der deutschen Bahn, wenn nicht vom Karlsruher Verkehrsverbund. Erwähnte ich bereits, dass es momentan arschkalt ist? Meine Hände spüren kaum noch die Tasten. Jedenfalls schaute ich auf den Fahrplan, freute mich über den Zug, der um halb sieben nach Pforzheim sollte, und machte mich auf den Weg zum betreffenden Bahnsteig. Dort aber zeigte die elektronische Fahrtenanzeige was ganz Anderes, und richtig, ein genauerer Blick auf den Papierfahrplan zeigte: Tatsächlich hatte da die Bahn gemeinsam mit dem Verkehrsverbund einen Zug um halb sieben -- allerdings nur an Werktagen (außer Samstag). Soso. Super. Also dann die nächste sonntägliche Verbindung, irgendwann nach sieben.Meine Nase begann bereits zu rinnen, und so entschloss ich mich, in das Bahnhofsgebäude gegenüber zu tigern. Schließlich gibt's dort ja ein Restaurant und einen von diesen netten Franchise-Bahn-ServiceStores. Oh, welch' Freude, als ich dann im Gebäude war -- tatsächlich gibt es sowohl Restaurant als auch ServiceStore - nur.. beides zu. Geschlossen. Sonntags. Halb sieben. Geschlossen. Und es ist arschkalt. Und natürlich IM Bahnhofsgebäude, wo es etwas wärmer ist als draußen bei gefühlten arktischen minus 200° Celsius: Kein einziger Stuhl, keine Bank zum Hinsitzen. Warum auch? Es geht ja um Logistik und um "besser ankommen". Und wenn ich jetzt pullern müsste - seit Monaten sind die Toiletten praktischerweise "wegen Vandalismus geschlossen".
So also sitze ich gerade draußen vor dem Bahnhofsgebäude, tippe diesen Text und lasse mir vom Laptop gleichzeitig die Knie wärmen. Denn es ist arschkalt. Und die Deutsche Bahn befindet sich weiterhin auf Erfolgskurs. Die Bahn. Die deutsche Bahn, ehemaliges Staatsunternehmen, jetziger Beinahe-Sanierungsfall, der sich erfolgreich auf dem Weg der Besserung befindet. Jedenfalls möchte man ganz bald ganz schön Gewinn machen. Und vorher sogar vielleicht den Konzernsitz von Berlin nach Hamburg verlegen, weil\'s da so schön ist. Aber vielleicht, nur vielleicht, sollte man vorher noch ein paar Sachen ändern. Zum Beispiel wäre da die Sache mit dem Laptop, der mir da gerade die Knie wärmt.Hätte ich den nämlich nicht, würde ich auch nicht diesen Beitrag schreiben können, während mir der Rest meines Körpers gerade gefriert. Ich sitze am Bahnhof in der schönen badischen Stadt Durlach. Und ich warte. Weil ich meinen Achtzehnnullneun-Zug nach Pforzheim nicht erwischt habe. Oder besser: Weil ich da nicht mehr reinpasste. Heute war KSC-Spiel hier in Karlsruhe. Nicht, dass mich das sonderlich interessierte, Fußball mag ein schöner Sport sein, aber momentan beschäftigen mich einfach andere Dinge in mei
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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Donnerstag, 17. November 2005Beitrittskandidat
Ob die Türkei mit dem gestrigen Abend wirklich den besten Eindruck hinterlassen hat?
Die Schweizer jedenfalls sind arg irritiert - und die europäische Politik bisher kommentarlos. Schade, dass sich die Türken immer wieder selbst ein Bein stellen müssen: Die rein ökonomischen Argumente gegen einen EU-Beitritt dieses Landes gehen den kategorischen Nein-Sagern jedenfalls langsam aus. Ob die Türkei mit dem gestrigen Abend wirklich den besten Eindruck hinterlassen hat? Die Schweizer jedenfalls sind arg irritiert - und die europäische Politik bisher kommentarlos. Schade, dass sich die Türken immer wieder selbst ein Bein stellen müssen: Die rein ökonomischen Argumente gegen einen EU-Beitritt dieses Landes gehen den kategorischen Nein-Sagern jedenfalls langsam aus.Mittwoch, 12. Oktober 2005clanintern.de verschickt immernoch fröhlich WerbungHeute erreicht mich eine E-Mail .. natürlich erst einmal eine ganze Seite fett Werbung für ein neues 3D-Spiel. Aber die E-Mail war nicht von irgendeinem Absender, nein, die E-Mail stammte von clanintern.de und es handelte sich um einen "Newsletter", auf den ich mich (hoffentlich war es so) vor langer Zeit eingetragen hatte. Ginge man davon aus, dass ein Newsletter auch Nutzinformationen zu beinhalten hätte, wäre man hier falsch gelegen. Damals war Clanintern.de ein freier Service, um mit Tools wie Foren oder Kalender sogenannte "Online Clans" zu organisieren. Scheinbar hatte ich früher, vor einigen Jahren, einmal zugestimmt, dass man durch benutzen dieses freien Services auch Werbung zugeschickt bekommen darf. Leider kann man das nun nicht mehr so richtig nachvollziehen. Aber wir nehmen es einfach mal an. Heute erreicht mich eine E-Mail .. natürlich erst einmal eine ganze Seite fett Werbung für ein neues 3D-Spiel. Aber die E-Mail war nicht von irgendeinem Absender, nein, die E-Mail stammte von clanintern.de und es handelte sich um einen \"Newsletter\", auf den ich mich (hoffentlich war es so) vor langer Zeit eingetragen hatte. Ginge man davon aus, dass ein Newsletter auch Nutzinformationen zu beinhalten hätte, wäre man hier falsch gelegen. Damals war Clanintern.de ein freier Service, um mit Tools wie Foren oder Kalender sogenannte \"Online Clans\" zu organisieren. Scheinbar hatte ich früher, vor einigen Jahren, einmal zugestimmt, dass man durch benutzen dieses freien Services auch Werbung zugeschickt bekommen darf. Leider kann man das nun nicht mehr so richtig nachvollziehen. Aber wir nehmen es einfach mal an."clanintern.de verschickt immernoch fröhlich Werbung" vollständig lesen Montag, 3. Oktober 2005Die reinigende Wirkung von Talkshows
Schmuddeltalk, der nicht mehr ganz so neue Trend im deutschen Fernsehen.Lieferten sich in den Anfangsjahren des leichteren Nachmittagtalks noch Fliege und Meiser das entscheidende Duell, ist einer der beiden bereits aus dem Nachmittagsprogramm verschwunden, und gleichsam mit ihm auch das letzte Quentchen Niveau aus den Shows der Privaten. Was darf sich der Konsument doch auch alles antun: Sechzehnjährige, die ganz öffentlich darüber reden müssen, dass sie die Männer bereits im Dutzend verspeisten, Paare, die ihren Beziehungsstress öffentlich breittreten, das Private ins Exponierte ziehen - und dabei gerade mal ein paar Wochen zusammen sind. Perversionen im Alltäglichen, siedend heiß mit viel Emotion und genauso leicht verdaulich serviert. Warum haben diese Formate wohl soviel Erfolg? Weil sie einfach zu produzieren sind, günstig, und dann doch eine breit gestreute Nachfrage befriedigen können? Was aber ist denn diese Nachfrage? Was kann so spannend sein, kaputten Charakteren und ''abgefuckten'' Schicksalen voyeuristisch nachzustellen?Will man ''Gefühle'' verspüren, die man längst nicht mehr im Alltag ausleben kann und will? Mitgefühl, Mitleid, ohne es aber öffentlich zeigen zu müssen, wohlportioniert.Ist es die Freude an einer Freakshow, also einer modernen Version eines jahrmarktlichen ''Grusel- und Kuriositätenkabinetts''?
Oder geht es gar um eine Katharsis, eine Reinigung des Inneren, die Befreiung und Erleichtung von irgendwas? Der entscheidende Punkt ist vielleicht die Erleichterung. ''Die kollektive Erleichterung am Nachmittag'', und man kann sich das förmlich vorstellen: Die Durchschnittsfamilie vor dem Fernseher, wie sie aufatmet. ''Ja! Es gibt noch seltsamere und abgefucktere Menschen als wir.'' Uns geht es trotz allen Übels noch gut, und schau mal, wie schlecht es denen da in der Show geht. Das wird es sein. ''Wir brauchen diese Shows'' auch und vielleicht gerade als kollektive Rückversicherung, dass es anderen schlechter geht. Ob emotional oder finanziell, jeder nach seinem Bedürfnis, und so ist der Trend eigentlich gar kein Trend, sondern wird auf Jahre hinweg fester Bestandteil des Fernsehprogramms bleiben: ''Panem et circensis.'' (von 2004-08-21) Schmuddeltalk, der nicht mehr ganz so neue Trend im deutschen Fernsehen.Lieferten sich in den Anfangsjahren des leichteren Nachmittagtalks noch Fliege und Meiser das entscheidende Duell, ist einer der beiden bereits aus dem Nachmittagsprogramm verschwunden, und gleichsam mit ihm auch das letzte Quentchen Niveau aus den Shows der Privaten. Was darf sich der Konsument doch auch alles antun: Sechzehnjährige, die ganz öffentlich darüber reden müssen, dass sie die Männer bereits im Dutzend verspeisten, Paare, die ihren Beziehungsstress öffentlich breittreten, das Private ins Exponierte ziehen - und dabei gerade mal ein paar Wochen zusammen sind. Perversionen im Alltäglichen, siedend heiß mit viel Emotion und genauso leicht verdaulich serviert. Warum haben diese Formate wohl soviel Erfolg? Weil sie einfach zu produzieren sind, günstig, und dann doch eine breit gestreute Nachfrage befriedigen können? Was aber ist denn diese Nachfrage? Was kann so spannend sein, kaputten Charakteren
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Freitag, 30. September 2005Quiz-Sender"Vielen Dank, dass Sie bei der Sat.1 Quiznight mitgemacht haben. Leider haben Sie dieses Mal kein Glück gehabt. Probieren Sie es bitte nocheinmal." Piep. Und schon wurde ich nach 16 Sekunden aus der Leitung gedrückt. So, oder so ähnlich, klingt es, wenn man einmal versucht bei den verbraucherschutzverachtenden TV-Quizsendern anzurufen. \"Vielen Dank, dass Sie bei der Sat.1 Quiznight mitgemacht haben. Leider haben Sie dieses Mal kein Glück gehabt. Probieren Sie es bitte nocheinmal.\" Piep. Und schon wurde ich nach 16 Sekunden aus der Leitung gedrückt. So, oder so ähnlich, klingt es, wenn man einmal versucht bei den verbraucherschutzverachtenden TV-Quizsendern anzurufen."Quiz-Sender" vollständig lesen
Geschrieben von Paul-Dieter Klumpp
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Sonntag, 4. September 2005Absenken der Ökosteuer - die Lösung?
Dass die schreckliche Katastrophe in den USA die globale Wirtschaft stark beeinflussen würde, war klar. Der Preis für Rohöl ist ein guter Indikator dafür. So dürfen sich die nicht direkt vom Hurrikan betroffenen Amerikaner über ungewohnt hohe Spritpreise "freuen" - etwas über ein Dollar pro Liter. Wir in Deutschland erreichen bald die Einsfuffzig-Region - und alle ächzen unter der zu tragenden Last. Schon wird gefordert, dass man die Ökosteuer aussetzen möge, um so einen Teil der Preissteigerung abzupuffern. Interessanter Vorschlag - leider aber völlig aus der Luft gegriffen und wohl nur unter "Wahlkampf" einzuordnen. Um das zu erkennen, braucht man sich nichtmal an den Volkswirschafts-Unterricht zu erinnern: Steuern sind Zwangsabgaben, die der Staat in erster Linie als Einnahmequelle benötigt. Dafür gibt's keine Gegenleistung - jedenfalls keine direkte. Welcher Bürger aber würde freiwillig auf die Landesverteidigung und das Schulwesen verzichten? Es gibt allerdings auch Steuern, die sogenannten Lenkungssteuern, die letztlich dazu verwendet werden, um Investitionsströme zu lenken. Die Ökosteuer ist eine solche Steuer. Vor Jahren sind hier die Grünen mit der legendären Forderung "Fünf Mark der Liter" angetreten. Es geht darum, dass ein hoher Verbrauch von Sprit und damit ein Verbrauch der Umwelt eingeschränkt werden soll. Ein hoher Spritpreis aber sorgt gleichzeitig dafür, dass sich die Wirtschaft automatisch auf die Suche nach günstigeren Alternativen begibt, d.h. sie investiert in neue Technologien und Märkte - das aber nur nebenbei gesagt. Schließlich fanden die Grünen gemeinsam mit ihren Koalitionspartner SPD auch eine nette Verwendung für die aus der Ökosteuer generierten Einnahmen: Man wollte damit das Rentensystem stützen und so den Rentenbeitragssatz um einige Zehntelprozentpunkte senken. Dies ist auch geschehen: 19,5% momentan, wenn ich mich nicht irre.Was aber, wenn man denn nun die Ökosteuer absänke?Richtig: Zwangsläufig müsste man umgehend den Rentenbeitragssatz steigen lassen (Prinzip "Rechte-Tasche-Linke-Tasche") - oder man steht unvermittelt wieder vor einem weiteren "kleinen" Haushaltsloch. Und das kann sich Deutschland momentan und auf absehbare Zeit wirklich nicht leisten.Davon abgesehen: Wir sind noch nicht bei den "fünf Mark" pro Liter.. Die könnten wir aber durchaus noch erreichen, wenn die Spekulation auf dem enger gewordenen Ölmarkt noch ein paar Wochen so weitergeht.
(Literaturhinweis: Wienert, Helmut: Grundzüge der Volkswirtschaftslehre Band 2: Makroökonomie. Kohlhammer, Stuttgart.) Dass die schreckliche Katastrophe in den USA die globale Wirtschaft stark beeinflussen würde, war klar. Der Preis für Rohöl ist ein guter Indikator dafür. So dürfen sich die nicht direkt vom Hurrikan betroffenen Amerikaner über ungewohnt hohe Spritpreise \"freuen\" - etwas über ein Dollar pro Liter. Wir in Deutschland erreichen bald die Einsfuffzig-Region - und alle ächzen unter der zu tragenden Last. Schon wird gefordert, dass man die Ökosteuer aussetzen möge, um so einen Teil der Preissteigerung abzupuffern. Interessanter Vorschlag - leider aber völlig aus der Luft gegriffen und wohl nur unter \"Wahlkampf\" einzuordnen. Um das zu erkennen, braucht man sich nichtmal an den Volkswirschafts-Unterricht zu erinnern: Steuern sind Zwangsabgaben, die der Staat in erster Linie als Einnahmequelle benötigt. Dafür gibt\'s keine Gegenleistung - jedenfalls keine direkte. Welcher Bürger aber würde freiwillig auf die Landesverteidigung und das Schulwesen verzichten? Es gibt allerdin
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Montag, 22. August 2005Der Friseur tut's noch immer..
Anfang Juno schrieb ich über einen neuen Friseurladen, der mit Haarschnitt-Kampfpreisen von 8€ bzw. 10€ hier in Pforzheim antrat. Ich wunderte mich über die Kalkulationsgrundlage, und wie lange sich das Unternehmen wohl halten würde. Zu meinem Erstaunen: Sie sind noch immer da. Und ein Aushang im Schaufenster verkündet, dass sie weiteres Personal suchen.Ob sie expandieren oder eine zu hohe Personal-Fluktuation haben? Auf letzteres deutet hin, dass ich heute bei meinem dritten Besuch nur ein einziges bekanntes Gesicht sah. Mendan Friseur Studio, Zerrennerstr. 4 (auf dem Flyer ist nur ein n vorhanden..), 75172 Pforzheim 8:30 - 19:00 Uhr. Walk-In, keine Voranmeldung nötig.
Dem Friseur aber unbedingt sagen, wenn er kein Rasiermesser einsetzen soll.. Anfang Juno schrieb ich über einen neuen Friseurladen, der mit Haarschnitt-Kampfpreisen von 8€ bzw. 10€ hier in Pforzheim antrat. Ich wunderte mich über die Kalkulationsgrundlage, und wie lange sich das Unternehmen wohl halten würde. Zu meinem Erstaunen: Sie sind noch immer da. Und ein Aushang im Schaufenster verkündet, dass sie weiteres Personal suchen.Ob sie expandieren oder eine zu hohe Personal-Fluktuation haben? Auf letzteres deutet hin, dass ich heute bei meinem dritten Besuch nur ein einziges bekanntes Gesicht sah. Mendan Friseur Studio, Zerrennerstr. 4 (auf dem Flyer ist nur ein n vorhanden..), 75172 Pforzheim 8:30 - 19:00 Uhr. Walk-In, keine Voranmeldung nötig. Dem Friseur aber unbedingt sagen, wenn er kein Rasiermesser einsetzen soll..Freitag, 15. Juli 2005Reformhäuser und die richtigen Prioritäten
Was tut ein halber Vegetarier, wenn spontan ein Grillen angesagt ist? Richtig. Er fährt mit dem Bus runter in die Stadt, läuft zum örtlichen Reformhaus - und steht um 19:12 Uhr exakt 12 Minuten zu spät vor dem Laden. Super, das Timing war klasse - aber zum Glück hat in der kürzlich eröffneten "Schlössle Galerie" (sic!) auch eine Filiale einer Reformhauskette aufgemacht. Schnell die Veggiewürstchen und ein bisschen Brühe eingekauft, und dann festgestellt: Selbst wenn man ein klein wenig Grillgut für satte 12,62€ einkauft, werden am Schluss noch zehn Cent für die notwendige Tüte kassiert.. Und mit einem freundlichen Lächeln einem dann noch die unentgeltliche Kundenzeitschrift beigepackt.
Ganz ehrlich: Ich hätte lieber auf dieses Werbeblättchen verzichtet, wenn man mir die paar Cent für eine Tüte mit sowieso zweifelhafter Ökobilanz erspart hätte. Was tut ein halber Vegetarier, wenn spontan ein Grillen angesagt ist? Richtig. Er fährt mit dem Bus runter in die Stadt, läuft zum örtlichen Reformhaus - und steht um 19:12 Uhr exakt 12 Minuten zu spät vor dem Laden. Super, das Timing war klasse - aber zum Glück hat in der kürzlich eröffneten \"Schlössle Galerie\" (sic!) auch eine Filiale einer Reformhauskette aufgemacht. Schnell die Veggiewürstchen und ein bisschen Brühe eingekauft, und dann festgestellt: Selbst wenn man ein klein wenig Grillgut für satte 12,62€ einkauft, werden am Schluss noch zehn Cent für die notwendige Tüte kassiert.. Und mit einem freundlichen Lächeln einem dann noch die unentgeltliche Kundenzeitschrift beigepackt. Ganz ehrlich: Ich hätte lieber auf dieses Werbeblättchen verzichtet, wenn man mir die paar Cent für eine Tüte mit sowieso zweifelhafter Ökobilanz erspart hätte.Mittwoch, 6. Juli 2005MTU Friedrichshafen: MAN steigt aus, KKR weiter dabei.
Gerade eben auf N-TV: Die MAN AG ist aus dem Bieterverfahren für den Schwermotoren-Spezialisten MTU Friedrichshafen GmbH ausgestiegen. MTUs Gründerfamilien, die trotz ihres relativ geringen Firmenanteils von lediglich 12% noch ein Vetorecht besitzen, konnten sich nicht recht einig werden.
Weiter im Rennen unter anderem: KKR. Mein Tipp: KKR kommt zum Zug und vereinigt die beiden MTUs wieder. Ihr Investment MTU Aero Engines hält sich bisher recht gut an der Börse. Anleger, die bei der Emission Anfang Juni dabei waren, haben bisher pro Aktie einen Buchgewinn von etwas über vier Euro gemacht. Gerade eben auf N-TV: Die MAN AG ist aus dem Bieterverfahren für den Schwermotoren-Spezialisten MTU Friedrichshafen GmbH ausgestiegen. MTUs Gründerfamilien, die trotz ihres relativ geringen Firmenanteils von lediglich 12% noch ein Vetorecht besitzen, konnten sich nicht recht einig werden. Weiter im Rennen unter anderem: KKR. Mein Tipp: KKR kommt zum Zug und vereinigt die beiden MTUs wieder. Ihr Investment MTU Aero Engines hält sich bisher recht gut an der Börse. Anleger, die bei der Emission Anfang Juni dabei waren, haben bisher pro Aktie einen Buchgewinn von etwas über vier Euro gemacht.Dienstag, 5. Juli 2005Warum mein erstes großes Auto wohl kein Porsche wird.
Putzig ist die Werbung ja schon: Ein Dreikäsehoch radelt zu einem Porschezentrum, um sich kindlich staunend die ausgestellten Luxusfahrzeuge anzusehen. Der Kundenberater lässt ihn gewähren und gibt ihm am Ende noch seine Visitenkarte - und so verabschiedet sich der Knirps mit dem Versprechen, in zwanzig Jahren nochmals vorbeizusehen.Die Botschaft ist klar: Das staunende Kerlchen von heute wird zum zahlungskräftigen Kunden von morgen, weil die Faszination der Marke ihn nicht mehr loslassen wird. Gestern nun war ich mit meinem Studienkollegen Tim unterwegs. Die Hälfte der Klausurzeit liegt nun hinter uns, und so waren wir zunächst im Freibad in Dillweißenstein, dann auf einen Sprung nach Karlsruhe, um längst überfällige Seminar-Bücher abzugeben und das Café Emaille aufzusuchen. Bei der Rückfahrt nach Pforzheim kam uns spontan in den Sinn, mal zu sehen, wozu man denn studieren könnte: Um sich eines Tages mal einen Porsche zu gönnen, nicht wahr?
Also bogen wir nach der Tankstelle zum "Porsche Zentrum Pforzheim" (sic!) ein, parkten den Polo zwischen einem Cayenne und einem Carrera und betraten das Heiligtum des gehobenen Automobils: Den Salon. Ein sanfter Duft nach neuem Auto und Technik umfing unsere Nasen. Zwei BWL-Studenten auf großer Tour! Inmitten von Fahrzeugen, die für Sportlichkeit und Erfolg standen, Wiedekings Turnaround greifbar vor uns.. Autos für 70, 80, 100.000€ standen da, und es war wahrlich schön anzusehen. Allerdings hatten wir offensichtlich die falsche Kleidung gewählt, Verzeihung!, das ist schlimm. Denn Tim hatte Bermudas an, und ich wagte es, in Jeans und Kurzarmhemd aufzutauchen. Sicherlich ist es unter normalen Umständen für einen Verkäufer schwer, die Balance zu halten: Wenn der Kunde sich nur umsehen mag, sollte man ihn nicht gleich überfallen, und wenn er ein Gespräch sucht, sollte man auch zur Stelle sein. Nun, umsehen wollten Tim und ich uns tatsächlich, aber ich hätte es sicherlich nicht schlecht gefunden, hätte man für einen winzigen Augenblick ein klein wenig Aufmerksamkeit auf uns gerichtet. Berater - von "Verkäufer" zu reden wäre ja reichlich profan - waren reichlich vorhanden, aber alle ließen uns in Ruhe -- nein, genaugenommen ignorierten sie uns. Es muss an der Kleidung gelegen haben - oder könnten wir uns noch andere Gründe vorstellen..? Nach etwa zehn Minuten verließen wir den Ausstellungsraum, ohne dass man von uns auch nur hätte Notiz genommen. Wären wir derweil Internetmillionäre oder von Beruf Sohn gewesen, viel Geld hätten sie verloren - aber offensichtlich spielte das keine Rolle. So oder so: Studenten werden eines Tages arbeiten gehen, und viele von ihnen sicherlich nicht ohne finanziellen Erfolg. Und vielleicht hätte sich ja ein nettes Gespräch ergeben, und vielleicht hätten wir als Studenten dem Haus irgendwie behilflich sein können. Immerhin hatten wir ja schon sehr viel Interesse gezeigt, als wir uns dorthin bewegten.Und der Zeitrahmen für einen eventuellen Kauf eines Porsches, der wäre sicherlich weniger als zwanzig Jahre gewesen. Jedenfalls bei mir, denn ich bin längst kein Dreikäsehoch mehr... Putzig ist die Werbung ja schon: Ein Dreikäsehoch radelt zu einem Porschezentrum, um sich kindlich staunend die ausgestellten Luxusfahrzeuge anzusehen. Der Kundenberater lässt ihn gewähren und gibt ihm am Ende noch seine Visitenkarte - und so verabschiedet sich der Knirps mit dem Versprechen, in zwanzig Jahren nochmals vorbeizusehen.Die Botschaft ist klar: Das staunende Kerlchen von heute wird zum zahlungskräftigen Kunden von morgen, weil die Faszination der Marke ihn nicht mehr loslassen wird. Gestern nun war ich mit meinem Studienkollegen Tim unterwegs. Die Hälfte der Klausurzeit liegt nun hinter uns, und so waren wir zunächst im Freibad in Dillweißenstein, dann auf einen Sprung nach Karlsruhe, um längst überfällige Seminar-Bücher abzugeben und das Café Emaille aufzusuchen. Bei der Rückfahrt nach Pforzheim kam uns spontan in den Sinn, mal zu sehen, wozu man denn studieren könnte: Um sich eines Tages mal einen Porsche zu gönnen, nicht wahr? Also bogen wir nach der TanksSonntag, 26. Juni 2005Casual Friday...
Selten gibt es von mir Einträge, die wenig mehr als einen Link zu einem anderen Blog enthalten, aber dieser Beitrag von Hendrik Mans ist es schlichtweg wert. Er schreibt über den Sinn und Unsinn von "Casual Fridays" und zeigt damit indirekt, dass alleine das Einführen eines solchen Tags schon ein Zeichen eines, ahem, verbesserungsfähigen Unternehmensklimas sein kann.
Hendrik war bis vor kurzem angestellter Webentwickler bei einem recht bekannten Senderkonglomerat mit Sitz in München. Nebenbei zeichnet er sich für so nette Sachen wie WakkaWiki und Aufeinander! aus. Seit wenigen Tagen ist er nun selbständig - wir dürfen gespannt sein! Selten gibt es von mir Einträge, die wenig mehr als einen Link zu einem anderen Blog enthalten, aber dieser Beitrag von Hendrik Mans ist es schlichtweg wert. Er schreibt über den Sinn und Unsinn von \"Casual Fridays\" und zeigt damit indirekt, dass alleine das Einführen eines solchen Tags schon ein Zeichen eines, ahem, verbesserungsfähigen Unternehmensklimas sein kann.Hendrik war bis vor kurzem angestellter Webentwickler bei einem recht bekannten Senderkonglomerat mit Sitz in München. Nebenbei zeichnet er sich für so nette Sachen wie WakkaWiki und Aufeinander! aus. Seit wenigen Tagen ist er nun selbständig - wir dürfen gespannt sein!
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Dienstag, 7. Juni 2005VorhersageIch darf auch mal eine Vorhersage machen: Wenn die GEZ Gebühren auf alle internetfähigen PCs einheimst, Frau Merkel Bundeskanzlerin, das Steuersystem weiter kompliziert, der Rechtsanwalt zu meinem einzigen Ansprechpartner ausserhalb der Familie wird... ... dann bin ich nicht mehr in Deutschland. Das dürfte dann so etwa Mitte 2007 sein. Ich darf auch mal eine Vorhersage machen: Wenn die GEZ Gebühren auf alle internetfähigen PCs einheimst, Frau Merkel Bundeskanzlerin, das Steuersystem weiter kompliziert, der Rechtsanwalt zu meinem einzigen Ansprechpartner ausserhalb der Familie wird... ... dann bin ich nicht mehr in Deutschland. Das dürfte dann so etwa Mitte 2007 sein.
Geschrieben von Paul-Dieter Klumpp
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Montag, 6. Juni 2005Siemens' Handysparte geht an...
Acer .. oder besser: An deren ausgegründete Kommunikationssparte BenQ. Das jedenfalls berichtet Heise.
Vorhersage korrekt. Damit erhalte ich hundert Punkte und so viele Waschmaschinen, wie ich nur tragen kann. :-) Acer .. oder besser: An deren ausgegründete Kommunikationssparte BenQ. Das jedenfalls berichtet Heise. Vorhersage korrekt. Damit erhalte ich hundert Punkte und so viele Waschmaschinen, wie ich nur tragen kann. :-)Montag, 9. Mai 2005Der Vortrag von Ministerpräsident Teufel a.D.:
Eine beeindruckende Dreiviertelstunde war das heute an der Hochschule Pforzheim. Der Audimax - heillos überfüllt. Ein beeindruckendes Plädoyer für eine gelebte europäische Subsidiarität und für ein starkes Europa als Friedens- und Wohlstandsgarant.
Mehr in den nächsten Tagen: Ich habe etwa zehn Seiten handschriftliche Notizen. Eine beeindruckende Dreiviertelstunde war das heute an der Hochschule Pforzheim. Der Audimax - heillos überfüllt. Ein beeindruckendes Plädoyer für eine gelebte europäische Subsidiarität und für ein starkes Europa als Friedens- und Wohlstandsgarant.Mehr in den nächsten Tagen: Ich habe etwa zehn Seiten handschriftliche Notizen.
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
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Der Logan kommt.
Der Dacia Logan wird ab Juni im westlichen Europa zu haben sein, so der Spiegel Online. Viel Diskurs bisher um dieses kleine Auto - kein Wunder, war der französisch-japanische Renault/Nissan-Konzern doch der erste, der erkannte, dass der Markt sich geändert hatte - und es auch zugab und reagierte. Der Trend ging jahrelang hin zu mehr "Features", zu mehr Komfort zweifelhafter Natur: Mehrwert und.. Mehrpreis waren angesagt.Inzwischen allerdings sind mehr und mehr Käufer bereit, ein wenig auf das Prestige einer Nobelmarke, eines Nobelmodells zu verzichten - zugunsten des wahrgenommenen "Values".
Natürlich kann ein Wagen wie der Logan nur im ach so gemeinen Billiglohn-Ausland hergestellt werden. Aber: Ist das schlimm? Das ist nunmal die unsichtbare, lenkende Hand des Marktes - und wir hier in Deutschland können uns auf das konzentrieren, was wir wirklich gut können: High Tech zu produzieren und Spitze in Forschung und Anwendung zu sein - es wird nämlich langsam wieder Zeit dafür. (Mir ist es lieber, ein "Billigauto" wird in Europa hergestellt, als dass es aus China oder Brasilien importiert wird. Warum? Unsere Volkswirtschaft kann aufgrund der größeren Verflechtung mit Rest-Europa eher noch davon profitieren.) Der Dacia Logan wird ab Juni im westlichen Europa zu haben sein, so der Spiegel Online. Viel Diskurs bisher um dieses kleine Auto - kein Wunder, war der französisch-japanische Renault/Nissan-Konzern doch der erste, der erkannte, dass der Markt sich geändert hatte - und es auch zugab und reagierte. Der Trend ging jahrelang hin zu mehr \"Features\", zu mehr Komfort zweifelhafter Natur: Mehrwert und.. Mehrpreis waren angesagt.Inzwischen allerdings sind mehr und mehr Käufer bereit, ein wenig auf das Prestige einer Nobelmarke, eines Nobelmodells zu verzichten - zugunsten des wahrgenommenen \"Values\". Natürlich kann ein Wagen wie der Logan nur im ach so gemeinen Billiglohn-Ausland hergestellt werden. Aber: Ist das schlimm? Das ist nunmal die unsichtbare, lenkende Hand des Marktes - und wir hier in Deutschland können uns auf das konzentrieren, was wir wirklich gut können: High Tech zu produzieren und Spitze in Forschung und Anwendung zu sein - es wird nämlich langsam wieder Zeit dafüSamstag, 7. Mai 2005GMail legt vor, alle legen nach.. alle?
Hübsch, hübsch: Zuerst selbst bemerkt, dann auf Golem gelesen: Yahoo! hat auch für seine europäischen Kunden die Größe des Mailpostfachs auf ein sattes Gigabyte erhöht. Schick ist's wohl eher aus Marketinggründen, wie Golem auch anmerkt, aber natürlich freut man sich als Kunde über mehr Bequemlichkeit. Denn: Mehr Platz - weniger löschen und weniger oft sortieren. ;-) Je größer die Wohnung desto unaufgeräumter..Wichtiger scheint mir aber das schon vor einigen Wochen durchgeführte behutsame Update der Weboberfläche. Type-Ahead-Adress-Suche ist beispielsweise eine sehr praktische Sache. Google hat da gut vorgelegt, Y!M zog nach, und was ist mit GMX?
Nichts. Bisher jedenfalls - noch immer die dröge altbackene UI. Und keine befriedigende Antwort, als ich vor ein paar Wochen eine Anregung einsandte - "man werde die Vorschläge prüfen". Na, man kann sich auch zum letzten Platz im Markt hinprüfen.. Hübsch, hübsch: Zuerst selbst bemerkt, dann auf Golem gelesen: Yahoo! hat auch für seine europäischen Kunden die Größe des Mailpostfachs auf ein sattes Gigabyte erhöht. Schick ist\'s wohl eher aus Marketinggründen, wie Golem auch anmerkt, aber natürlich freut man sich als Kunde über mehr Bequemlichkeit. Denn: Mehr Platz - weniger löschen und weniger oft sortieren. ;-) Je größer die Wohnung desto unaufgeräumter..Wichtiger scheint mir aber das schon vor einigen Wochen durchgeführte behutsame Update der Weboberfläche. Type-Ahead-Adress-Suche ist beispielsweise eine sehr praktische Sache. Google hat da gut vorgelegt, Y!M zog nach, und was ist mit GMX? Nichts. Bisher jedenfalls - noch immer die dröge altbackene UI. Und keine befriedigende Antwort, als ich vor ein paar Wochen eine Anregung einsandte - \"man werde die Vorschläge prüfen\". Na, man kann sich auch zum letzten Platz im Markt hinprüfen..So, so - fünf bis sieben Jahre Aufbau- und Restrukturierungsarbeit sind also "zügellose Gier"
In einem Artikel auf Spiegel Online wehrt sich der Deutschland-Chef von KKR, Johannes Huth, gegen die sogenannte "Kapitalismuskritik" des Herrn Müntefering. Ich weiß nicht, ob das sonst noch jemandem aufgefallen ist, aber: Wie kommt es, dass man ansonsten fast unwidersprochen Firmen mit einem Anlagehorizont von fünf bis sieben Jahren die Gier nach dem schnellen Euro unterstellen kann? Firmen wie KKR sind längst nicht mehr die "Corporate Raiders" der vergangenen Tage, und wenn sie es auch ab und an noch sein mögen: Das alte Management der Zielunternehmen hatte dann wohl lange genug Zeit gehabt, seine Hausaufgaben zu machen und das Unternehmen fit zu halten. Und: Heutzutage halten selbst in einem normalen Großunternehmen die Organisationsstrukturen kaum noch drei, vier unangetastete Jahre durch.. Das Bild der "Heuschrecken", dessen sich Müntefering bediente, passte höchstens auf die Hedgefonds - diese aber bewegen sich komplett im Rahmen der Gesetze. Und wessen Aufgabe ist es, sich um die Gesetze zu kümmern?Richtig, die der Regierung(en).
Ich schäme mich inzwischen beinahe dieser Partei. Was ist aus der Sozialdemokratie geworden, was ist aus unserem System geworden? In einem Artikel auf Spiegel Online wehrt sich der Deutschland-Chef von KKR, Johannes Huth, gegen die sogenannte \"Kapitalismuskritik\" des Herrn Müntefering. Ich weiß nicht, ob das sonst noch jemandem aufgefallen ist, aber: Wie kommt es, dass man ansonsten fast unwidersprochen Firmen mit einem Anlagehorizont von fünf bis sieben Jahren die Gier nach dem schnellen Euro unterstellen kann? Firmen wie KKR sind längst nicht mehr die \"Corporate Raiders\" der vergangenen Tage, und wenn sie es auch ab und an noch sein mögen: Das alte Management der Zielunternehmen hatte dann wohl lange genug Zeit gehabt, seine Hausaufgaben zu machen und das Unternehmen fit zu halten. Und: Heutzutage halten selbst in einem normalen Großunternehmen die Organisationsstrukturen kaum noch drei, vier unangetastete Jahre durch.. Das Bild der \"Heuschrecken\", dessen sich Müntefering bediente, passte höchstens auf die Hedgefonds - diese aber bewegen sich komplett im Rahmen der Gesetze. Und wessen Aufgabe ist
Geschrieben von Nikolaus Klumpp
in Gesellschaft, Ökonomie
um
09:18
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Sonntag, 1. Mai 2005Die Chinesen sind überall..und nicht nur an jeder Ecke mit den leckeren Schnellimbissen und Restaurants: Sogar auf meinem Nachttisch haben sie sich breitgemacht, und das ohne, dass ich es mitbekommen hätte. ;-) Bei dem erfolglosen Versuch, meinen nervenden Wecker, so schlaftrunken wie ich war, zum Schweigen zu bringen, ist er der physikalischen Notwendigkeit anheim gefallen und wurde mit 9,81m/s² in Richtung Erdboden beschleunigt. Sprich: Ich habe ihn versehentlich heruntergeschubst, und natürlich musste er bei diesem Malheur auch tatsächlich das Zeitliche segnen. Letzte Hoffnungen, dass vielleicht nur die Batterie nicht mehr wollte, zerschlugen sich. Aber dafür habe ich bei der genaueren Untersuchung die Marke meines treuen Begleiters herausgefunden: TIANGUAN(r). Besonders europäisch hört sich das natürlich nicht an, aber ist ein nettes Beispiel dafür, dass eine Volkswirtschaft zuerst mit "Commodities", relativ einfach herzustellenden Allerweltswaren, zum Sprung ansetzt. So haben es die Deutschen in ihrer Industrialisierungszeit gemacht, so die Japaner nach dem zweiten Weltkrieg, die Taiwanesen und Koreaner etwas später - und nun die Chinesen, zunächst heimlich still und leise. (Ich hatte nicht gewusst, dass der verblichene Wecker aus China kam - aber gejuckt hat es mich auch nicht. Warum auch?)Inzwischen hat Lenovo ja die PC-Sparte von IBM gekauft - ein gutes Zeichen dafür, dass die Zeit der Commodities langsam aber sicher zu Ende geht. und nicht nur an jeder Ecke mit den leckeren Schnellimbissen und Restaurants: Sogar auf meinem Nachttisch haben sie sich breitgemacht, und das ohne, dass ich es mitbekommen hätte. ;-) Bei dem erfolglosen Versuch, meinen nervenden Wecker, so schlaftrunken wie ich war, zum Schweigen zu bringen, ist er der physikalischen Notwendigkeit anheim gefallen und wurde mit 9,81m/s² in Richtung Erdboden beschleunigt. Sprich: Ich habe ihn versehentlich heruntergeschubst, und natürlich musste er bei diesem Malheur auch tatsächlich das Zeitliche segnen. Letzte Hoffnungen, dass vielleicht nur die Batterie nicht mehr wollte, zerschlugen sich. Aber dafür habe ich bei der genaueren Untersuchung die Marke meines treuen Begleiters herausgefunden: TIANGUAN(r). Besonders europäisch hört sich das natürlich nicht an, aber ist ein nettes Beispiel dafür, dass eine Volkswirtschaft zuerst mit \"Commodities\", relativ einfach herzustellenden Allerweltswaren, zum Sprung ansetzt. So haben es die Deutschen inMittwoch, 27. April 2005Ob die Marke in diesem Segment erhalten bleibt?
Gerade im Frühstücksfernsehen: Siemens möchte nun doch - nach allerlei Spekulationen in letzter Zeit - seine Handy-Sparte ausgliedern. Acer steht sicher schon Gewehr bei Fuß, auch wenn Motorola sich auch die Finger nach dem Know-How der Siemens/Bosch-Leute lecken würde.
Ich tippe auf Acer. Nach dem Generationswechsel an deren Konzernspitze müsste langsam wohl ein Coup her. (Andererseits: Wer versteht schon Asiaten wirklich? Die haben einen ganz anderen Planungshorizont.) Gerade im Frühstücksfernsehen: Siemens möchte nun doch - nach allerlei Spekulationen in letzter Zeit - seine Handy-Sparte ausgliedern. Acer steht sicher schon Gewehr bei Fuß, auch wenn Motorola sich auch die Finger nach dem Know-How der Siemens/Bosch-Leute lecken würde. Ich tippe auf Acer. Nach dem Generationswechsel an deren Konzernspitze müsste langsam wohl ein Coup her. (Andererseits: Wer versteht schon Asiaten wirklich? Die haben einen ganz anderen Planungshorizont.)
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